Wärmedämmung

Wärmedämmung

Ohne die richtige Wärmedämmung, geht die vom Heizungssystem bereitgestellte Heizenergie, mit der Zeit über die Gebäudehülle verloren. Das bedeutet, man muss mehr heizen, um die gewünschte Wärme im Haus zu erreichen, was wiederum mit höheren Energiekosten verbunden ist.

Über das Dach, den Keller, die Wände und die Fenster kann es zu Lüftungswärmeverlusten kommen, wie zum Beispiel durch undichte Fensterfugen oder durch Wände, die an nichtbeheizte Räume grenzen. Der größte Wärmeverlust wird dem Dach zugeschrieben und liegt zwischen 21 und 30 Prozent. Bei einem luftdurchlässigen Dach kann die warme Luft ungehindert ins Freie strömen.

Entsprechend der EnEV 2014 gibt es Regeln, die man bei der Modernisierung eines Bestandsgebäudes sowie beim Neubau zu beachten hat.

Die verschiedenen Dämmungen

Die Dämmung wird zumeist mittels Dämmmatten oder Dämmplatten durchgeführt. Eine Ausnahme ist die Einblasdämmung von losen Dämmstoffen, wobei diese per Schlauch in den Hohlraum befördert werden.

Die Dachdämmung kann entweder als Zwischensparrung oder als Aufsparrung ausgeführt werden. Bei der Zwischensparrung wird der Dämmstoff von innen zwischen die Dachsparren geklemmt, während bei der Aufsparrung die Dämmung unter den Dachziegeln angebracht wird. Dies empfiehlt sich insbesondere, wenn das Dach neu gedeckt werden soll. Ansonsten muss man das vorhandene Dach erst einmal abbauen.

Die Fassadendämmung kann als WDVS oder Kerndämmung angebracht werden. Bei der WDVS werden die Dämmplatten an die Fassade geklebt und anschließend verputzt. Bei der Kerndämmung wird der Dämmstoff in ein zweischaliges Mauerwerk eingeblasen.

Bei der Kellerdämmung hat man gleich drei Möglichkeiten. Man kann die Kellerdecke entweder von oben oder von unten mit einem Dämmstoff versehen, oder die Kellerwände von innen oder von außen mit Dämmstoff bekleben. Möchte man die Kellerwände von außen dämmen, muss man jedoch mit teuren Erdarbeiten rechnen. Die Kellerdämmung von innen, erwies sich bisweilen allerdings als sehr teuer und dazu auch noch als ineffizient.

Welche Dämmstoffe werden verwendet

Für die Zwischensparrung werden Schafswolle, Holzfaser, Steinwolle, Zellulose oder Glaswolle verwendet. Diese Dämmstoffe lassen sich leicht zuschneiden und einklemmen. Allerdings muss die vorhandene Verkleidung zunächst entfernt werden und es ist recht aufwändig die Dampfsperre zu montieren. Die Kosten liegen hier bei 50 bis 80 Euro pro Quadratmeter.

Für die Aufsparrung können Steinwolle, Glaswolle und Platten aus Polyurethan, Holzfaser oder Polystyrol verwendet werden. Der Dämmstoff muss zusätzlich mit einer Unterfolie abgedeckt werden, der sogenannten Dampfsperre. Diese Methode ist zwar kostenaufwändiger, allerdings bietet sie die bestmögliche Wärmedämmung. Die Kosten belaufen sich hierfür bei 150 bis 250 Euro pro Quadratmeter.

Die Untersparrendämmung wird meist zusätzlich zur Zwischensparrung eingesetzt. Sie dient der Wärme- und Schalldämmung. Diese Methode besteht aus mehreren Ebenen oder Schichten. Zuerst kommt die Zwischensparrendämmung, dann die Dampfbremse, die Lattung, als nächstes die Gipsfaser oder OSB-Platte und schließlich die Tapete. Die Gesamtkosten belaufen sich inklusive Einbau zwischen 30 und 60 Euro pro Quadratmeter.

Vor- und Nachteile

Die Wärmedämmung hat im Grunde nur einen Nachteil, die hohen Anschaffungskosten. Demgegenüber kann die Dämmung zahlreiche Vorteile verbuchen: die Immobile erhält eine Wertsteigerung, die Heizkosten werden gesenkt, die Schimmelgefahr wird reduziert und man schont die Umwelt.