Pelletanlagen

Pelletanlagen

Pelletanlagen eignen sich für Ein- und Mehrfamilienhäuser. Zu beachten gilt hierbei, dass für dieses Heizsystem mehr Platz benötigt wird, als bei gas- oder ölgefeuerten Heizungssystemen, da neben dem Kessel auch noch, der Pelletlagerraum und das Transportsystem untergebracht werden müssen. Aufgrund des höheren Platzbedarfs und der komplizierten Technik, entstehen zwar höhere Investitionskosten, jedoch amortisieren sich diese bei einer Pelletheizung durch die deutlich geringeren Brennstoffpreise schon nach 10 Jahren.

BAFA Förderung

Das BAFA gewährt sehr hohe Förderungen für eine Pelletheizung – mindestens 3.000 Euro, im Höchstfall bis zu 6.000 Euro.

Gemäß der Basisförderung erhält man für einen Pelletkessel mit 5 kW bis 25 kW 3.000 Euro Fördergeld (80 Euro/kW). Im Rahmen der Innovationsförderung erhält man für denselben Kessel mit Partikelabscheider sogar bis zu 4.500 Euro. Für einen Pelletkessel mit neu eingebautem Pufferspeicher mit 43,8 kW bis 100 kW (80 Euro/kW), mindestens 3.500 Euro im Neubau und 5.250 Euro im Bestandsgebäude. Faktoren die, die Höhe der Fördergelder beeinflussen, sind somit die Partikelabscheidung, die Brennwertnutzung und die Tatsache, ob das Errichten der Anlage für einen Neubau oder im Bestandsgebäude geplant ist.

Aufbau

Die Pelletheizung besteht aus einem Pelletkessel, einem Pelletsilo, einem Fördersystem mit Maulwurf oder Schnecke, einem Aschebehälter und einem Pufferspeicher.

In den Pelletkessel gelangen die Pellets mittels Unterschubsystem in die Brennkammer oder mit dem Saugsystem, dem sogenannten Maulfwurf. Man kann aber auch eine Kombination aus beidem verwenden. Der Maulwurf lässt sich einfacher installieren, allerdings kommt er an die Restbestände bei fast leerem Silo nicht ran. Im Pelletsilo wird der Brennstoff aufbewahrt. Hatte man zuvor eine Ölheizung in Gebrauch, kann man den Platz, wo die Heizöltanks standen, in der Regel auch für das Silo benutzen. Die Reste der verbrannten Pellets werden durch den Aschebehälter aufgefangen und können ganz einfach im Hausmüll entsorgt oder als Gartendünger verwendet werden. Die Pelletheizung arbeitet am effizientesten im Dauerbetrieb, daher muss die hergestellte Wärme irgendwo zwischengespeichert werden. Hierfür werden sogenannte Pufferspeicher eingesetzt, die sehr lange ohne größere Wärmeverluste das Heizungswasser speichern können, bis die Wärme tatsächlich gebraucht wird.

Der Platzbedarf einer Pelletheizung hängt in erster Linie von der Größe des Silos ab. Bei einem Einfamilienhaus wird eine Heizleistung zwischen 15 und 20 Kilowatt bei einem Wärmebedarf von 35.000 Kilowattstunden ausreichen. Hierfür benötigt man ca. 14 bis 18 Quadratmeter Raum, bei einer Deckenhöhe von 2 Meter.

Kosten für die neue Pelletheizung

In der Regel kann man mit bei einer Pelletheizung mit Kosten zwischen 15.000 und 25.000 Euro rechnen. Die Kosten für das Heizungssystem amortisieren sich nach 10 bis 15 Jahren.

Die laufenden Kosten stellen sich in erster Linie aus den Wartungskosten und den Brennstoffkosten zusammen. Ein Einfamilienhaus mit einem Wärmebedarf von 35.000 Kilowattstunden darf mit 2.000 Euro pro Jahr rechnen, inklusive Wartung für etwa 100 bis 300 Euro pro Jahr. Der Pelletverbrauch liegt bei etwa 7 bis 9 Tonnen. Bei etwa 220 Euro pro Tonne (1980 Euro bei 9 Tonnen Verbrauch) zahlt man etwa 5,3 Cent pro Kilowattstunde. Demgegenüber liegen die Heizölkosten bei etwa 7,9 Cent pro Kilowattstunde.