Moderne Fenster

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Moderne Fenster

Neue Fenster sind meist mit einem hohen Kostenaufwand verbunden, zudem existiert keine direkte BAFA-Förderung. Allerdings bietet die KfW-Bankengruppe zahlreiche Programme zur Förderung von energetischen Fenstern an. Plant man eine Erneuerung der Fenster, steht das Programm „Energieeffizient Sanieren“ zur Verfügung, welches entweder als Investitionszuschuss (Programm 30) oder als zinsgünstiger Kredit (Programm 151/152) gewährt wird. Beide Offerten fördern sowohl neue Fenster als Einzelmaßnahme, als auch die energetische Gesamtmodernisierung.

Der Investitionszuschuss gewährt bei energetischen Einzelmaßnahmen 10 Prozent der förderfähigen Kosten (5.000 Euro für jede Wohneinheit). Ist eine Sanierung des gesamten Gebäudes geplant, so kann der Zuschuss sogar bis zu 25 Prozent betragen.

Möchte man Einzelmaßnahmen durchführen, steht ein zinsgünstiger KfW-Kredit zur Verfügung, der einen Betrag von bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit gestattet. Bei einer ganzheitlichen Gebäudesanierung sind sogar Beträge bis zu 75.000 Euro pro Wohneinheit möglich. Je nach erreichtem Effizienzhausstandard, gibt es einen Tilgungszuschuss von 17,5 Prozent.

Förderfähig sind Wohnräume, die energetisch saniert werden sollen, oder als sanierter Wohnraum erworben wurden. Anspruch auf eine Förderung haben private Eigentümer mit einem Bauantrag oder einer Bauanzeige des Wohnraumes, die vor dem 01.01.1995 gestellt wurden. Am besten ist es, einen Energieberater zu Rate zu ziehen, der Ihnen die sinnvollsten Maßnahmen zur energetischen Sanierung aufzeigt und zusammen mit Ihnen den Antrag, auf die Förderung vor der Umsetzung stellt.

Profile aus PVC oder Aluminium – Kosten inklusive Einbau

Bei einer Größe von 130 x 130 Zentimetern, einer Dreifachverglasung und einem Dreh-Kipp-Mechanismus liegen die Kosten für:

Kunststoffenster bei 500 Euro (Amortisationszeit ca. 8 bis 10 Jahre)

Holzfenster bei 600 Euro (Amortisationszeit ca. 10 bis 12 Jahre)

Holz-Alu-Fenster bei 750 Euro (Amortisationszeit ca. 14 bis 16 Jahre)

Aluminiumfenster bei 900 Euro (Amortisationszeit ca. 16 bis 18 Jahre)

 

Für welche Fenster soll ich mich entscheiden? – Vor- und Nachteile der verschiedenen Optionen

  • Kunststofffenster mit Kammern sind besonders preiswert, besitzen gute Dämmungseigenschaften und sind wartungsarm.
  • Holzfenster sind leicht zu reparieren und wartungsintensiv.
  • Holz-Aluminium-Fenster verfügen über eine sehr gute Dämmung, sind wartungsarm und zeugen von einer äußerst ansprechenden Optik.
  • Aluminiumfenster sind besonders kostenintensiv, allerdings sind sie sehr stabil, langlebig und wartungsarm. Gerade bei Eingangstüren sollte man lieber auf die stabilere Aluminium- Variante zurückgreifen, statt Kunststoff-Eingangstüren einbauen zu lassen.

 

Zweifach- oder Dreifachverglasung

Dreifachverglasung – bietet den besten Wärmeschutz, kann allerdings bei ungedämmter Fassade die Schimmelgefahr erhöhen. Bei Fassaden ohne entsprechende Dämmung, sollte man sich lieber für eine Zweifachverglasung entscheiden. Schallschutz, Argon-Gas oder ähnliche Zusatzfunktionen sind empfehlenswert, wenn man sie tatsächlich auch braucht. Ansonsten sind dies nur technische Spielereien, die sich letztendlich nur auf den Geldbeutel auswirken, das Wohlfühlklima im Haus hingegen nicht beeinflussen.

 

Bei Einfach- oder Doppelverglasung empfiehlt sich eine Erneuerung, auch dann wenn die vorhandenen Fenster noch nicht defekt sind. Der Verband Fenster + Fassade sieht eine 48 Jahre lange Nutzung der Fenster vor. Möchte man Fenster erneuern, gibt es einige gesetzliche Vorschriften zu beachten die in einer Energieeinsparverordnung (EnEV) festgelegt wurden. Zum Beispiel, werden nur 10 Prozent der Fensterflächen bei Bestandsbauten erneuert, muss ein Uw-Wert von 1,3 W/m²K erfüllt werden. Es müssen luftdichte Fenster eingebaut werden, um einem unkontrollierten Luftaustausch entgegenzuwirken. Im Rahmen der Einzelmaßnahmen schreibt die KfW einen maximalen Uw-Wert von 0,95 W/m²K vor.